10 bis 25 Prozent Provision: die versteckten Kosten der Vermittlung
Vermittlungsprovisionen wirken harmlos: Der Vermittler übernimmt die Suche, man zahlt nur bei Erfolg. In der Praxis ist die Provision einer der größten stillen Kostenblöcke im Nachunternehmergeschäft.
Wie Provisionen kalkuliert werden
Üblich sind drei Modelle: Prozentsatz der Auftragssumme (10 bis 25 %), dauerhafter Stundensatz-Aufschlag (oft 5 bis 12 € pro Stunde und Mann) oder eine einmalige Gebühr. Entscheidend: Bei laufender Zusammenarbeit fällt der Aufschlag dauerhaft an, jahrelang, für einen Kontakt, der einmal hergestellt wurde.
Ein Rechenbeispiel
Wer die Provision am Ende bezahlt
Formal der Auftraggeber, wirtschaftlich beide Seiten: Der Auftraggeber wird teurer am Markt, der Nachunternehmer bekommt einen niedrigeren Satz. Die Provision ist ein Abzug von dem, was beide Seiten sonst untereinander vereinbaren würden.
Warum Vermittler den Direktkontakt verhindern
Das Geschäftsmodell hängt daran, dass sich die Parteien nicht kennen. Deshalb enthalten Vermittlerverträge fast immer Abwerbeklauseln und Vertragsstrafen, teils über Jahre. Wer solche Klauseln unterschreibt, sollte kürzere Bindungsfristen oder Ablösesummen verhandeln.
Die Alternativen
- Eigenes Netzwerk: provisionsfrei, aber begrenzt, siehe die 5 Wege im Vergleich.
- Verifizierte Plattform: fester Monatsbeitrag, direkter Vertrag, Konditionen bleiben unangetastet.
- Hybrid: Vermittler nur für kurzfristige Engpässe, planbare Zusammenarbeit direkt aufsetzen.
Provisionsfrei heißt nicht prüfungsfrei: Wie systematische Prüfung geht, zeigt die Checkliste zur Nachunternehmerprüfung.
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